Glyzinien
Glycin ist die kleinste der 22 proteinogenen Aminosäuren. Sie wird vom Körper natürlich aus Serin und Threonin synthetisiert und kommt zudem in proteinreichen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Hülsenfrüchten vor. Als nicht-essentielle Aminosäure ist sie ein wesentlicher Bestandteil zahlreicher Strukturproteine, allen voran des Kollagens, das besonders reich an Glycin ist. Glycin spielt eine zentrale Rolle in verschiedenen Stoffwechselprozessen: Es ist an der Synthese von Kreatin, Glutathion — einem der wichtigsten Antioxidantien des Körpers — sowie an der Bildung von Purinbasen beteiligt, die für die DNA-Synthese benötigt werden. Darüber hinaus trägt es zur Neurotransmission bei, indem es als inhibitorischer Neuromediator im zentralen Nervensystem wirkt, und unterstützt die Regulation des Blutzuckerspiegels durch Förderung der hepatischen Glukoneogenese. Obwohl der Körper Glycin selbst produziert, können die endogenen Mengen in Situationen physiologischen Stresses, im Alter oder bei eingeschränkter Ernährung unzureichend sein. Eine Supplementierung mit Glycin kann dazu beitragen, den erhöhten Bedarf zu decken und die Funktionen zu unterstützen, an denen diese Aminosäure beteiligt ist.